Ianeselli bleibt – Neruda bestätigt das Talent aus Bozen

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BOZEN. Den Ball in einer Hand und das Schulbuch in der anderen. Nicole Ianeselli (16 Jahre alt) ist eines der größten Talente des Südtiroler Volleyballsports und hat einen Willen aus Stahl. Im kommenden Schuljahr wird sie die vierte Klasse des italienischen Realgymnasiums Torricelli in Bozen besuchen und – währenddessen – ein neues Abenteuer mit Neruda bestreiten. Dieses Mal geht es in die Serie B2, Nicole steht also erneut als äußerst junge Spielerin auf einer nationalen Bühne. Diesen Weg muss sie zeitgleich mit jenem der Schule gehen. Fordernd.

„Stimmt, im letzten Jahr bin ich zur ersten Mannschaft gestoßen und ich brauche es nicht zu verheimlichen, dass es nicht leicht ist, diese beiden Dinge unter einen Hut zu bringen. Ich kam von der Schule nach Hause und musste sofort wieder für die Schularbeiten lernen, weil später das Training anstand. Manchmal musste ich im Mannschaftsbus lernen, doch am Ende habe ich alles geschafft.“

Neruda glaubt so sehr an diese Außenangreiferin aus der eigenen Talentschmiede, dass der Klub sie unbedingt im Kader für die neue Saison haben wollte. Ianeselli, Jahrgang 2001 und 1,80 Meter hoch, geht damit in ihr sechstes Jahr bei den Orange-Blauen.

„Ich habe im Alter von sieben Jahren bei Pallavolo Bolzano begonnen. Vor sechs Jahren bin ich dann zu Neruda gekommen und nie mehr fortgegangen. Ich habe eine Zeit lang als Aufspielerin und Mittelblockerin gespielt, seit vier Jahren habe ich aber als Außenangreiferin meine Position gefunden.“

Im letzten Jahr debütierte sie in der Serie B1 mit top Leistungen und bestätigte somit das, was man zuvor – beim Sieg der U16-Regionalmeisterschaft – bereits vermutete: Ein Talent wächst heran.

„Ich bin wirklich dankbar und zufrieden, dass der Verein an mich glaubt und ich hoffe auf eine Saison voller Erfolge. Es ist wirklich schön, ein Teil der ersten Mannschaft zu sein und mich mit erfahreneren Athletinnen zu messen, die diese Bühnen gewohnt sind. Ich erinnere mich gerne an mein Debüt im letzten Jahr in Brescia zurück: Zum ersten Mal war ich in der Startformation. In dieser Meisterschaft möchte ich weitere unvergessliche Momente erleben. Ich bin bereit.“

Maximilian Thaler (Interview und Vorlage: Alan Conti)

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